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„Zeltplatz in meiner Nähe“: Warum die Suche meist an der falschen Stelle endet

Warum die Suche nach „Zeltplatz in meiner Nähe“ mehr über dich verrät als über die Landkarte

Dein Kalender ist voll, dein Kopf auch. Donnerstagabend, halb elf, und du tippst ins Handy: Zeltplatz in meiner Nähe. Kein Reiseführer, kein Wunschziel, nur dieser eine Satz. Und genau das ist keine Notlösung.

Ich halte diese Suche für eine der klügsten Entscheidungen, die man beim Campen treffen kann. Rechne kurz mit: Wer 600 Kilometer fährt, verbringt zwei Tage im Auto. Hin am ersten Tag, zurück am letzten. Dazwischen bleibt ein Rest Erholung, der sich anfühlt wie eine Verlängerung der Arbeitswoche. Wer 30 Kilometer fährt, steht Freitagabend schon neben dem aufgebauten Zelt, mit Zeit für ein Getränk, bevor es dunkel wird.

Bei uns sieht das so aus: Camping Paradise Garden, Höfnergraben 2 in Kaumberg, ein ruhiges Seitental im südlichen Wienerwald. Rund 30 bis 35 Kilometer südwestlich von Wien, eingebettet in Wiesen und Mischwälder, an einem Gebirgsbach. Nebenan weiden die Schafe des Hofes. Unser Leitsatz steht seit 1980 über allem, was hier gebaut und gepflanzt wurde: „In der Natur mit der Natur leben.“

Der Weg zum Platz ist Teil der Erholung. Eine halbe Stunde reicht, damit die Meeting-Stimme leiser wird. Nach Kaumberg biegst du ab, dann noch 400 Meter, und der Verkehr ist weg.

Worum es in diesem Text geht: um eine Meinung. Nämlich darüber, was ein Zeltplatz in Reichweite tatsächlich leisten muss, wenn er mehr sein soll als eine Wiese mit Schranken. Sanitäranlagen, an denen man sich morgens nicht anstellt. Parzellen mit echtem Abstand. Strom, Trinkwasser, Abwasser am Platz. Und Menschen, die erreichbar sind, wenn etwas ist.

Woran die meisten Plätze in Wien-Nähe scheitern, schauen wir uns im nächsten Abschnitt an. Offen, auch wenn es unbequem wird.

Zeltplatz Wienerwald: was die halbe Stunde Fahrt mit dir macht

Die verbreitete Annahme lautet: Erholung beginnt erst nach 800 Kilometern. Ich halte das für einen Denkfehler, der viele Wochenenden kostet. Wer acht Stunden fährt, bringt die Anspannung mit und packt sie nur später aus. Die halbe Stunde von Wien nach Kaumberg macht etwas anderes mit dir. Sie ist kurz genug, dass du sie nicht als Leistung verbuchst, und lang genug, dass die Meeting-Stimme verstummt. Nach der Abfahrt Mayerling, hinter Altenmarkt, spätestens bei den letzten 400 Metern in den Höfnergraben hinein ist der Schalter umgelegt. Wenn du einen Zeltplatz in meiner Nähe suchst, ist Nähe kein Kompromiss, sondern der eigentliche Vorteil.

Ein Seitental, kein Durchgangsverkehr

Der Platz liegt in einem ruhigen Seitental der Gemeinde Kaumberg, im südlichen Wienerwald. Rundherum Wiesen und Mischwälder, ringsum bewaldete Höhen, am Rand ein Gebirgsbach. Auf den Nachbarwiesen weiden die Schafe des angrenzenden Betriebs; der Campingplatz gehört zu einem aktiven Schafbauernhof, dessen Hofstätte 1380 erstmals erwähnt wird. Das Gelände ist lang gestreckt und überwiegend eben, mit einzelnen alten Bäumen und Hecken. Was hier fehlt, fällt zuerst auf: kein Durchgangsverkehr, kein Hintergrundrauschen.

Naturschutz als Nachbar

Nördlich des Platzes beginnt der Wienerwald als Biosphärenpark und Natura-2000-Gebiet. Geschützt sind hier unter anderem Kalktrockenrasen und Buchenwälder, dazu seltene Arten wie der Goldene Scheckenfalter und die Kleine Mausohr-Fledermaus. Das ist kein Marketingargument, sondern eine Rahmenbedingung: Sie erklärt, warum die Umgebung so still bleibt und warum das Areal seit 1980 mit Rücksicht auf den Bestand entwickelt wurde.

  • Anfahrt aus Wien: etwa 30 bis 35 Kilometer, A21 bis Mayerling
  • Ohne Auto: Buslinie 169 (VOR) bis Matzleinsdorfer Platz, rund 55 Minuten, Fahrplan auf vor.at
  • Zelt mit zwei Personen: EUR 28,00 pro Nacht, Taxen inklusive

Anfahrt und Ankunft: die letzten 400 Meter

Wer nach einem Zeltplatz in meiner Nähe sucht, will meistens eines wissen: Wie lange sitze ich im Auto, bis ich stehe? Die Antwort ist hier angenehm kurz. Und die letzten 400 Meter sind der schönste Teil der Strecke, weil das Tal enger wird und der Verkehr einfach aufhört.

  • Von Wien (A21): Abfahrt Mayerling, auf der B11 Richtung Hafnerberg, weiter auf die B18 nach Altenmarkt. Durch Altenmarkt, einen Kilometer nach Thenneberg links abbiegen, dann rund 400 Meter bis zum Platz.
  • Von Westen (A1): Abfahrt St. Pölten Süd, auf der B20 etwa 15 Kilometer bis Traisen, im Kreisverkehr auf die B18 Richtung Hainfeld und weiter bis Kaumberg, rund 17 Kilometer. Drei bis vier Kilometer nach Kaumberg rechts, dann die besagten 400 Meter.
  • Von Süden (A2): Abfahrt Leobersdorf, über Berndorf auf die B18, einen Kilometer nach Thenneberg links.

Ins Navi gehört: Höfnergraben 2, 2572 Kaumberg. Wenn die Software mit der Hausnummer streitet, nimm die Koordinaten 48.01972, 15.9425. Das funktioniert zuverlässiger als jede Adresssuche, vor allem bei älteren Geräten, die Seitentäler gern ignorieren.

Meine Beobachtung nach vielen Jahren: Gäste unterschätzen, wie viel die Fahrtzeit mit der Erholung zu tun hat. Eine halbe Stunde ab Wien ist kurz genug, dass du am Freitagabend nach der Arbeit noch losfahren kannst, und lang genug, dass der Kopf unterwegs runterschaltet. Fünf Stunden Autobahn bringen dir das nicht. Wer ohne Auto kommt, steigt in die Buslinie 169 bis Kaumberg, rund 55 Minuten vom Matzleinsdorfer Platz. Aktuelle Zeiten stehen auf vor.at oder im ÖBB Scotty, die ändern sich je nach Wochentag.

Ein Seitental statt Autobahnrand

Wer „Zeltplatz in meiner Nähe“ sucht und in Wien oder Umgebung wohnt, landet oft bei Adressen, die mehr mit Verkehr als mit Natur zu tun haben. Ein Grasstreifen neben dem Parkplatz. Ein Areal an der Durchzugsstraße, wo du nachts hörst, wie der LKW-Verkehr durchschaltet. Das ist kein Campen, das ist Übernachten im Freien mit Hintergrundgeräusch.

Unser Platz liegt in einem Seitental in Kaumberg, am Ufer eines Gebirgsbaches, eingebettet in Wiesen und Mischwälder. Kein Durchzugsverkehr, weil hier nichts durchführt. Das Gelände ist lang gestreckt und überwiegend eben, dazwischen stehen einzelne alte Bäume und Hecken. Gewachsene Struktur statt eingezeichneter Raster.

Der Unterschied zeigt sich in der Zahl: Rund 50 Gästestellplätze auf einem Areal, das Platz für deutlich mehr hätte. Jede Parzelle ist etwa 90 bis über 100 Quadratmeter groß. In der Praxis heißt das:

  • Du hörst das Gespräch am Nachbarzelt nicht mit.
  • Deine Abspannleinen kollidieren nicht mit den fremden.
  • Es gibt Raum für Tisch, Stühle und ein paar Schritte, ohne dass du jemandem ins Blickfeld läufst.
  • Strom, Trinkwasser und Abwasserentsorgung liegen direkt am Platz.

Das ist eine bewusste Entscheidung, und sie kostet Umsatz. Reihe an Reihe wäre wirtschaftlicher. Nur: Wer 30 Kilometer aus der Stadt fährt, um den Kopf leer zu bekommen, braucht keine verdichtete Zeltstadt. Der Platz wurde 1980 mit Rücksicht auf die Natur angelegt, das heutige Angebot 2006 fertiggestellt, und das EU-ECO-LABEL bestätigt diese Linie seit 2007.

Nebenan weiden die Schafe des Hofes. Das ist der Geräuschpegel, mit dem du hier rechnen musst.

Zelten in der Nähe von Wien ohne Auto: Bus 169 statt Parkplatzsuche

Ein Zeltplatz in meiner Nähe muss auch dann erreichbar sein, wenn kein Auto in der Einfahrt steht. Das ist für uns keine Randnotiz, sondern ein Qualitätsmerkmal. Wer mit Rucksack, Zelt und Isomatte kommt, soll nicht an der Anreise scheitern.

Drei Haltestellen liegen im Ort: Kaumberg/Höfnergraben ganz in der Nähe des Platzes, dazu Kaumberg/Marktplatz und Kaumberg/Renzenhof. Die Buslinie 169 des Verkehrsverbunds Ost-Region fährt von hier direkt zum Matzleinsdorfer Platz in Wien.

  • Fahrzeit: rund 55 Minuten
  • Frequenz: etwa zwei bis drei Fahrten täglich
  • Ticket: ungefähr 7 bis 11 Euro
  • Am Matzleinsdorfer Platz: Anschluss an U-Bahn, S-Bahn und Straßenbahn

Zwei bis drei Fahrten täglich heißt: Planung gehört dazu. Prüf die Abfahrtszeiten immer aktuell auf vor.at, postbus.at oder in ÖBB Scotty, die Zeiten unterscheiden sich je nach Wochentag. Wer das einmal macht, hat den Rest des Aufenthalts keine Logistikfrage mehr.

Das Argument, das uns wichtiger ist: Die Verbindung funktioniert in beide Richtungen. Sie ist Anreise ohne eigenes Fahrzeug, und sie ist gleichzeitig dein Tagesticket in die Stadt. Vom Zelt aus nach Schönbrunn, in die Hofburg, in den Prater oder abends zum Heurigen. Keine Parkplatzsuche im ersten Bezirk, keine Kurzparkzone, kein Gebührenrechner im Kopf.

Für viele Gäste ist genau das die Umkehrung des gewohnten Ablaufs. Statt in der Stadt zu wohnen und für Natur rauszufahren, wohnst du auf der Wiese am Bach und fährst für Kultur rein. Am Abend endet der Tag nicht im Hotelzimmer mit Straßenlärm, sondern zwischen Wiesen und Mischwald, mit den Schafen vom Hof als Nachbarn. Wer mag, bleibt auch einfach da und lässt Wien einen Tag warten.

Camping Niederösterreich: woran ich einen guten Zeltplatz erkenne

Wenn du im Zelt schläfst, entscheidet nicht der Prospekt über deine Nacht, sondern die Sanitäranlage. Das ist meine Überzeugung nach vielen Jahren am Platz. Im Wohnmobil hast du deine eigene Dusche. Im Zelt gehst du um sechs Uhr morgens barfuß über eine Wiese und stehst dann vor einer Tür, hinter der entweder warmes Wasser wartet oder eine kalte Enttäuschung.

Deshalb würde ich jeden, der nach einem Zeltplatz in meiner Nähe sucht, zuerst auf diese Punkte schauen lassen:

  • Alter und Zustand des Sanitärgebäudes. Unseres wurde 2005 neu errichtet, mit modernen Duschen und WC-Räumen, behindertengerecht ausgestattet. Der ADAC hat es mit fünf Sternen für das Sanitärgebäude bewertet, der niederländische ANWB mit 8,3.
  • Parzellengröße. Rund 90 bis über 100 m² pro Stellplatz. Beim Zelten heißt das: Abstand zum Nachbarn, Platz für Vorzelt und Wäscheleine.
  • Umgang mit der Natur. Wir haben 2007 erstmals das EU-ECO-Label bekommen, die höchste Umweltauszeichnung der Europäischen Union. Kaumberg zählt laut Land Niederösterreich zu den Standorten der besten zehn Campingplätze des Bundeslandes.
  • Erreichbarkeit im Notfall und Netz. WLAN gibt es seit 2014, 1 GB fair use gratis. Genug, um die Wanderkarte zu laden und der Familie ein Lebenszeichen zu schicken.

Was du bei uns nicht findest

Und jetzt die andere Seite. Wer Animationsprogramm, Poolrutsche und Abendunterhaltung sucht, ist bei uns an der falschen Adresse. Es gibt Schafe auf den Nachbarwiesen, einen Gebirgsbach, 120 alte Obstsorten und abends das Gasthaus mit Hausmannskost aus eigener Küche. Das ist das Angebot. Bezahlt wird ausschließlich bar.

Ich halte das für eine ehrliche Auswahl. Wer mit dem Zelt anreist, will meist genau das: Ruhe, verlässliche Infrastruktur und niemanden, der ihn zum Mitmachen auffordert.

Strom, Wasser, Abwasser am Stellplatz

Wer nach einem Zeltplatz in meiner Nähe sucht, schaut meist auf Fotos und Entfernung. Dabei entscheidet etwas anderes darüber, wie der Abend läuft: die Technik im Boden. Bei uns hat jede Parzelle drei Anschlüsse, und zwar nicht nur die Wohnwagenplätze:

  • Strom direkt am Platz, abgerechnet nach Zählerstand mit 0,50 Euro pro Kilowatt
  • Trinkwasser am eigenen Anschluss, kein Kanisterschleppen quer über die Wiese
  • Abwasserentsorgung über unser campingeigenes Kanalsystem

Wasser und Kanalbenützung sind im Übernachtungspreis inbegriffen. Du zahlst also nur, was du wirklich verbrauchst, und das ist beim Zelten in der Regel wenig.

Genau da liegt der Punkt, den viele unterschätzen. Beim Zelten gilt Strom oft als Luxus für Wohnmobile. Ich sehe das anders. Eine Lichterkette oder eine Leselampe im Vorzelt verändert den Abend. Die Kühlbox läuft durch, die Butter bleibt Butter, das Bier bleibt kalt. Und das Handy hängt an der Steckdose statt an einer Powerbank, deren Restladung du am zweiten Tag im Kopf mitrechnest. Für Pilger auf der Via Sacra ist das oft der eigentliche Grund für eine Nacht bei uns: duschen, laden, weiterziehen.

Dieselbe Infrastruktur nutzen auch Wohnwagen und Reisemobile, die ihre Parzellen mit 90 bis über 100 Quadratmetern schätzen. Und Motorradreisende, die abends nur ein kleines Zelt aufstellen, den Helm ablegen und froh sind, dass Wasser und Steckdose zwei Schritte entfernt sind statt zweihundert Meter.

Eines noch, weil es regelmäßig für Überraschung sorgt: Wir nehmen ausschließlich Bargeld. Kartenzahlung ist bei uns nicht möglich, also bitte vor der Anreise daran denken.

Zeltplatz mit Hund und mit Kindern: Schafe, Wiese, 120 Obstsorten

Wer einen Zeltplatz in meiner Nähe sucht und dabei Hund und Kinder im Gepäck hat, landet oft auf Flächen, die eigentlich Parkplätze mit Rasenkante sind. Hier ist das anders: Der Platz gehört zu einem arbeitenden Schafbauernhof. Die Schafe weiden unweit der Stellplätze, und genau das ist der Unterschied. Kinder schauen zu, statt bespaßt zu werden. Hunde sind willkommen.

Leopold Grandl pflegt rund 120 alte Obstsorten auf dem Areal. Etwa 70 davon hat er selbst veredelt und gepflanzt. Das ist keine Deko, das ist Arbeit über Jahrzehnte. Die Hofstätte taucht in der Hauschronik erstmals 1380 auf, seit rund 200 Jahren ist sie in Familienbesitz. 1980 entstand der erste kleine Campingplatz, im Juni 2006 wurde das heutige Platzangebot fertiggestellt. Gewachsen, nicht hingestellt.

Ringsum schützt Natura 2000 Kalktrockenrasen und Buchenwälder, dazu seltene Arten wie den Goldenen Scheckenfalter und die Kleine Mausohr-Fledermaus. Das begrenzt, was man bauen darf. Für Gäste heißt das: Ruhe, die nicht inszeniert ist.

Was Familien hier konkret erwartet:

  • Wiesen und Wald zum Spielen direkt am Platz, ohne Programmpunkt
  • 52 Kilometer markierte Wanderwege in der Gemeinde Kaumberg
  • Burgruine Araburg auf 800 Metern, die höchstgelegene Burgruine Niederösterreichs. Ab Ortsmitte Kaumberg etwa 1,5 Stunden Gehzeit über Wiesen und durch Mischwald
  • Weißer Zoo mit Kameltheater in Kernhof, mit weißen Tigern, Schneeleoparden und Kamelen. Öffnungszeiten und Showtermine stehen auf weisserzoo.at

Meine Meinung nach vielen Saisonen: Ein Bauernhof ist der beste Nachbar für einen Zeltplatz. Er bringt Geräusche mit, die Kinder beruhigen, und einen Rhythmus, der sich nicht nach Buchungslage richtet. Der Hund darf mit. Das Handy darf in der Tasche bleiben.

Was ein Zeltplatz in meiner Nähe kosten darf

Es gibt diese stille Erwartung: Wenn ein Zeltplatz in meiner Nähe liegt, muss er billig sein. Nähe als Rabattgrund. Ich halte das für den falschen Maßstab. Eine Wiese, die gepflegt wird, ein Sanitärgebäude, das funktioniert, Wasser, Kanal, Strom an jeder Parzelle: Das kostet gleich viel, ob du 30 oder 300 Kilometer gefahren bist. Der bessere Maßstab ist Transparenz. Du sollst vorher wissen, was am Ende auf dem Zettel steht.

Darum hier die Zahlen, gültig von 30. März bis 30. September 2026:

  • Zelt mit zwei Personen: 28,00 Euro pro Nacht
  • Zelt, pro Person: 14,00 Euro
  • Jede weitere Person: 14,00 Euro
  • Kind von 5 bis 13 Jahren: 6,00 Euro pro Tag
  • Wohnwagen oder Reisemobil mit zwei Personen: 33,00 Euro

Die Preisliste führt zusätzlich ermäßigte Tarife, etwa 26,00 Euro für zwei Personen mit Zelt. Welcher Tarif für deinen Aufenthalt gilt, klärst du am besten direkt mit uns, bevor du buchst.

Entscheidend ist, was drinsteckt. Inbegriffen sind die Kurtaxe mit 2,50 Euro und die Müllgebühr mit 1,50 Euro pro Person und Tag, dazu Wasser, Kanalbenützung und die Mehrwertsteuer. Keine Nachrechnung an der Schranke. Extra verrechnet wird nur der Strom, nach Zählerstand und tatsächlichem Verbrauch. Wer zwei Nächte im Zelt schläft und nichts einsteckt, zahlt dafür also nichts.

Ein Punkt, den wir nicht kleinschreiben: Die Zahlung ist ausschließlich in bar möglich, Kartenzahlung gibt es bei uns nicht. Das überrascht manche Gäste, deshalb lieber jetzt gelesen als bei der Abreise. Nimm ausreichend Bargeld mit, dann bleibt die Abrechnung eine Sache von zwei Minuten.

Preise ändern sich, Listen auch. Die aktuell gültige Fassung steht immer auf camping-noe.at/preise. Dort nachsehen, dann losfahren.

Via Sacra, Radweg und Weiterreise: der Platz als Etappenziel

Nicht jeder, der bei uns nach einem Zeltplatz in meiner Nähe sucht, bleibt eine Woche. Viele kommen für eine Nacht, weil der Weg weitergeht. Genau dafür liegt dieser Platz richtig: direkt an der Via Sacra, Österreichs ältestem Pilgerweg, der von Wien über das Triestingtal und den Gerichtsberg nach Mariazell führt.

Für Pilger heißt das konkret: heiße Dusche, Steckdose fürs Handy, Gratis-WLAN mit 1 GB fair use. Wer mit dem Auto anreist und zu Fuß weitergeht, kann den Wagen nach Absprache am hauseigenen Parkplatz bis zur Rückreise stehen lassen. Die Anreise ohne Auto funktioniert mit dem Mariazellerbus, VOR Linie 552, ab Wien Mitte direkt nach Kaumberg. Zurück geht es per Bus oder mit der Mariazellerbahn über St. Pölten. Aktuelle Zeiten immer auf vor.at oder in ÖBB Scotty prüfen, die Frequenz ist überschaubar.

Auf zwei Rädern ist der Triestingtal-Gölsental-Radweg die naheliegende Linie: 62 Kilometer von Hirtenberg beziehungsweise Leobersdorf bis St. Pölten, entlang der Flussufer, durch kleine Orte. Er verknüpft den Thermen-Radweg mit dem Traisental-Radweg, Anschluss an den Donau-Radweg inklusive. Eine Etappe hier zu beenden und das Zelt aufzustellen, ergibt mehr Sinn als eine Pension im Ortszentrum.

Und für alle, die Richtung Ungarn unterwegs sind: über die B18 nach Günselsdorf, dann Richtung Eisenstadt. Das spart gegenüber der Standardroute rund 30 Kilometer. Eine Zwischennacht, die nichts kostet außer der Übernachtung.

Was sich auf dem Weg zusätzlich anbietet:

  • Stift Heiligenkreuz und die Wallfahrtskirche Klein-Mariazell
  • Mayerling, geschichtsträchtig und nah
  • Schneeberg (2076 m) mit der historischen Zahnradbahn
  • Rax (2007 m) mit Seilbahn, Blick bis zur ungarischen Puszta
  • Gumpoldskirchen und die Heurigen der Thermenregion
  • die Kurstadt Baden mit Sommeroperette und Casino

Mein Fazit: Nähe ist kein Kompromiss

Die beste Nacht im Zelt ist nicht die weiteste. Es ist die, die am Freitagabend noch möglich ist. Wer erst drei Stunden Autobahn braucht, um sich Erholung zu verdienen, verschiebt sie meist auf irgendwann. Und irgendwann ist selten dieses Wochenende.

Deshalb halte ich die Suche nach einem Zeltplatz in meiner Nähe nicht für die Sparversion vom richtigen Urlaub. Wenn du im Großraum Wien wohnst, liegt Kaumberg 30 bis 35 Kilometer entfernt in einem ruhigen Seitental am Gebirgsbach. Parzellen mit 90 bis über 100 Quadratmetern, Strom, Trinkwasser, Abwasser, ein Sanitärgebäude, das der ADAC mit fünf Sternen bewertet hat. Dazu Schafe auf der Wiese nebenan, 52 Kilometer markierte Wanderwege und die Araburg auf 800 Metern. Das ist keine Notlösung, das ist eine vollständige Ausstattung ohne Anfahrtsstress.

Ein paar praktische Punkte zum Schluss, ohne Druck:

  • Saison 2026: 30. März bis 30. September.
  • Reservierung: Anfragen sind ganzjährig per E-Mail an reservierung@camping-noe.at möglich. Falls keine zeitnahe Bestätigung kommt, lohnt ein Blick in den Spam-Ordner.
  • Telefon: +43 676 4741966. Dort erreichst du Leopold Grandl direkt, für technische wie persönliche Fragen.
  • Zahlung: ausschließlich bar, Karte ist nicht möglich.
  • Dauercamping: auf Anfrage. Konditionen bespricht der Betreiber am besten selbst mit dir.
  • Ohne Auto: Die Buslinie 169 fährt vom Ort zum Matzleinsdorfer Platz, aktuelle Zeiten auf vor.at oder in ÖBB Scotty.

Der Rest ist einfacher, als es klingt. Zelt, Schlafsack, ein Wechselgewand, etwas zu essen. Was du nicht dabeihast, brauchst du hier meistens auch nicht. Pack wenig ein, lass viel zurück.

Häufige Fragen zum Zeltplatz in meiner Nähe

Was heißt „Zeltplatz in meiner Nähe“, wenn ich aus Wien komme?

Für Wienerinnen und Wiener heißt Nähe: 30 bis 35 Kilometer. Unser Platz liegt in Kaumberg im südlichen Wienerwald, in einem ruhigen Seitental an einem Gebirgsbach. Du fährst eine halbe Stunde, stellst das Zelt auf und bist raus aus dem Terminkalender. Die Adresse fürs Navi: Höfnergraben 2, 2572 Kaumberg.

Was kostet eine Nacht im Zelt?

Zelt mit zwei Personen: EUR 28,00 pro Nacht. Alleine im Zelt zahlst du EUR 14,00 pro Person, Kinder von 5 bis 13 Jahren EUR 6,00 pro Tag. Kurtaxe, Müllgebühr, Wasser, Kanalbenützung und Mehrwertsteuer sind inbegriffen, Strom wird nach Zählerstand mit EUR 0,50 pro kW verrechnet. Die vollständige Liste steht auf camping-noe.at/preise.

Wie reserviere ich, und wann ist geöffnet?

Die Saison 2026 läuft vom 30. März bis 30. September. Reservierungsanfragen nehmen wir ganzjährig per E-Mail an reservierung@camping-noe.at entgegen, telefonisch erreichst du Leopold Grandl unter +43 676 4741966. Kommt keine zeitnahe Bestätigung, schau bitte im Spam-Ordner nach. Bezahlt wird ausschließlich in bar, Kartenzahlung ist nicht möglich.

Wie viel Platz habe ich für mein Zelt, und wie ist die Ausstattung?

Die Parzellen sind mit rund 90 bis über 100 m² großzügig geschnitten, das Gelände ist lang gestreckt und überwiegend eben, mit einzelnen Bäumen und Hecken. Jeder Stellplatz hat Strom, Trinkwasser und Abwasserentsorgung über das platzeigene Kanalsystem. Das Sanitärgebäude von 2005 ist behindertengerecht und wurde vom ADAC mit 5 Sternen bewertet. WLAN gibt es mit 1 GB fair use gratis.

Komme ich auch ohne Auto zum Zeltplatz?

Ja. Die Buslinie 169 des Verkehrsverbunds Ost-Region verbindet die Haltestellen bei Kaumberg mit dem Matzleinsdorfer Platz in Wien, Fahrzeit rund 55 Minuten, etwa zwei bis drei Fahrten täglich. Die Haltestelle Kaumberg/Höfnergraben liegt ganz in der Nähe des Platzes. Aktuelle Zeiten und Preise findest du auf vor.at, postbus.at oder in ÖBB Scotty.

Lohnt sich der Platz für Pilger auf der Via Sacra?

Der Campingplatz liegt direkt an der Via Sacra, Österreichs ältestem Pilgerweg nach Mariazell. Du kannst duschen, das Handy laden, das Gratis-WLAN nutzen und nach Absprache dein Auto bis zur Rückreise am Platz stehen lassen. Für Teiletappen bringt dich der Mariazellerbus (VOR 552) ab Wien Mitte direkt nach Kaumberg, retour geht es per Bus oder mit der Mariazellerbahn über St. Pölten.