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Wohnmobilstellplatz Wienerwald: Warum 90 m² Parzelle mehr wert sind als jede Sternebewertung
Warum der Wohnmobilstellplatz Wienerwald mehr ist als ein Parkplatz
Du biegst ab und rollst die letzten 400 Meter ins Seitental. Motor aus. Wiese, Mischwald, ein Gebirgsbach, ein paar Schafe auf der Nachbarwiese. Kein Termin, der ruft.
Meine Sicht nach über vierzig Jahren Camping am eigenen Hof: Ein Wohnmobilstellplatz Wienerwald wird nicht durch die Zahl der Parzellen gut. Er wird gut durch das, was dazwischen liegt. Abstand, eine Hecke, ein alter Obstbaum. Platz für die Markise, ohne dem Nachbarn ins Frühstück zu schauen.
Deshalb ein paar Zahlen zum Wohnmobilstellplatz Wienerwald statt Werbeworte:
- Adresse: Höfnergraben 2, 2572 Kaumberg, Niederösterreich, ruhiges Seitental im südlichen Wienerwald
- Entfernung nach Wien: rund 30 bis 35 Kilometer, Stadt und Ruhe am selben Tag machbar
- Rund 50 Touristik-Stellplätze, dazu Dauercamping
- 90 bis über 100 m² pro Parzelle, überwiegend eben, mit einzelnen Bäumen und Hecken
- Jeder Platz mit Strom, Trinkwasser und Abwasserentsorgung über unser eigenes Kanalsystem
Was du hier nicht findest: ein Kies-Schachbrett hinter einem Supermarkt. Keine Nummer ziehen, keine weiße Linie 30 Zentimeter neben deinem Spiegel, kein Generatorenlärm bis Mitternacht.
Das Gelände ist lang gestreckt. Rundherum liegen Wiesen und bewaldete Höhen. Wer nachts das Fenster aufmacht, hört den Bach. Warum sich dieser stille Rückzugsort im Wienerwald anders anfühlt als ein Platz an der Ausfallstraße, merkst du in der ersten Nacht.
In diesem Artikel gehe ich der Reihe nach durch, was Wohnmobil-Reisende vor der Anfahrt wissen wollen. Zuerst die Infrastruktur samt Sanitärgebäude. Dann der Weg nach Wien, auch ohne Auto, und die Route Richtung Ungarn, die rund 30 Kilometer spart. Danach Natur und Schafbauernhof drumherum. Zum Schluss Preise, Zahlung und Reservierung.
Was ich unter voller Infrastruktur verstehe: Strom, Trinkwasser, Abwasser an jedem Platz
Infrastruktur ist keine Frage von Geschmack. Sie funktioniert, oder sie funktioniert nicht. Entweder du hängst den Schlauch an und hast Trinkwasser, oder du schleppst Kanister über die Wiese. Entweder dein Abwasser geht weg, oder du stehst am Morgen an der Entsorgungsstation in der Schlange.
Deshalb hat am Wohnmobilstellplatz Wienerwald jeder einzelne Stellplatz die drei Anschlüsse, die ein Reisemobil braucht:
- Strom direkt am Platz, abgerechnet nach Zählerstand mit EUR 0,50 pro kW
- Trinkwasser am Platz, kein Sammelhahn irgendwo hinten beim Sanitärgebäude
- Abwasserentsorgung über das campingeigene Kanalsystem, also direkt an der Parzelle
Wasser und Kanalbenützung sind im Übernachtungspreis inkludiert. Beim Strom halte ich eine Pauschale für unfair. Wer mit Solar unterwegs ist und abends eine Lampe brennen lässt, soll nicht dasselbe zahlen wie jemand mit drei Tagen Klimaanlage. Zählerstand rein, Zählerstand raus, fertig.
WLAN gibt es seit 2014, 1 GB fair use gratis. Das reicht für Wetterbericht, Routenplanung und Nachrichten an daheim. Wer Serien streamen will, wird damit nicht glücklich. Das sage ich lieber vorher als nachher.
Das hier ist kein Hochglanz-Resort mit Wellnesstempel und Animationsteam. Der Wohnmobilstellplatz Wienerwald ist ein Schafbauernhof in einem Seitental. Dazu rund 50 großzügige Parzellen, ein 2005 gebautes Sanitärgebäude und Anschlüsse, die halten, was sie versprechen. Wer das erste Mal mit einem Mobil unterwegs ist, findet in unseren Vanlife-Anfängertipps für Österreich das, was wir Erstcampern ohnehin am Platz erklären.
Und noch ein Punkt, den ich offen sage: Bei uns wird ausschließlich bar bezahlt. Keine Karte, keine App. Dafür weißt du es jetzt und nicht erst, wenn du schon abgekoppelt hast.
Sanitäranlagen: der Punkt, an dem sich Plätze entscheiden
Ich kenne das Urteil aus vielen Gesprächen am Platz. Nach dem ersten Duschgang weiß man, woran man ist. Nicht am Empfang, nicht im Prospekt, sondern im Duschraum.
Und ich finde, das ist ein ziemlich gutes Urteil. Wer ein Wohnmobil fährt, hat eine eigene Nasszelle. Dass man sie stehen lässt und ins Sanitärgebäude geht, passiert nur, wenn es dort besser ist als im Fahrzeug.
Unser Sanitärgebäude wurde 2005 neu errichtet. Moderne Duschen, getrennte WC-Räume, behindertengerecht ausgestattet. Der ADAC hat das Gebäude mit 5 Sternen bewertet, die niederländische ANWB kommt auf 8,3. 2007 haben wir erstmals das EU-ECO-Label erhalten, die höchste Umweltauszeichnung der Europäischen Union. Kaumberg zählt laut Land Niederösterreich zu den Standorten der besten 10 Campingplätze des Bundeslandes.
Meine Haltung dazu ist weniger euphorisch, als es die Liste vermuten lässt. Auszeichnungen ersetzen keine tägliche Arbeit. Eine Plakette an der Wand putzt keinen Duschboden und entkalkt keine Armatur. Was sie zeigen, ist etwas anderes: Da hat jemand von außen hingeschaut, mehrfach, über Jahre. Wer nur einmal aufräumt, bekommt so etwas nicht zweimal.
Das Zweite zählt für mich mehr als jede Bewertung: Erreichbarkeit. Wenn die Stromsäule spinnt oder das Wasser nicht kommt, willst du niemanden suchen müssen. Am Wohnmobilstellplatz Wienerwald ist das so geregelt:
- Leopold Grandl, Betreiber, persönlich erreichbar unter +43 676 4741966
- Für technische Fragen am Platz und für alles, was sonst auftaucht
- Reservierungen per E-Mail: reservierung@camping-noe.at
Kein Callcenter, keine Weiterleitung. Ein Mensch, der den Platz kennt, weil er darauf lebt. Das ist die Antwort auf die Frage, warum ein Duschraum sauber bleibt.
Camping Wienerwald als Basislager: Wien am Tag, Ruhe am Abend
Der Rhythmus stellt sich nach zwei Tagen von selbst ein. Am Vormittag fährst du los, mit Bus oder Auto, und bist nach rund 30 Kilometern mitten in der Stadt. Schloss Schönbrunn, Hofburg, Kaisergruft, ein Museum am Ring, abends eine Oper oder der Prater.
Wenn du es gemütlicher magst: ein Heuriger in Grinzing oder eine Fiakerfahrt durch die Innenstadt. Danach fährst du zurück in ein Seitental bei Kaumberg. Dort wird es abends wirklich still.
Genau dieser Wechsel ist der Punkt. Ein Wohnmobilstellplatz Wienerwald gibt dir beides. Ein innerstädtischer Platz gibt dir meist nur das Erste. Wie so ein Tag konkret aussieht, habe ich im Beitrag zum Basislager für Wien und Natur aufgeschrieben.
- Keine Parkplatzsuche mit sieben Metern Fahrzeug. Du stellst dein Mobil einmal auf die Parzelle und lässt es dort stehen. Die Buslinie 169 fährt von Kaumberg direkt zum Matzleinsdorfer Platz, Fahrzeit rund 55 Minuten. Von dort geht es weiter mit U-Bahn, S-Bahn oder Straßenbahn. Fahrplan und Preise findest du auf vor.at oder in ÖBB Scotty. Es fahren nur zwei bis drei Kurse täglich, plane den Tag also danach.
- Kein Straßenlärm um sechs Uhr morgens. Statt Verkehr auf der Ausfallstraße hörst du den Bach und die Schafe vom Hof nebenan.
- Platz statt Parzellen-Tetris. Die Stellplätze haben rund 90 bis über 100 Quadratmeter, mit Strom, Trinkwasser und Abwasserentsorgung direkt am Platz. Markise raus, Sessel hin, fertig.
- Wiese und Wald vor der Tür. Nach einem Stadttag mit 12.000 Schritten auf Asphalt tut ein Spaziergang zwischen Obstbäumen mehr als ein weiterer Kaffee.
Stadt tanken, Natur auffüllen. Wer schon einmal an einer vierspurigen Straße in Wien übernachtet hat, weiß, warum die halbe Stunde Anfahrt gut investiert ist.
Wohnmobilstellplatz Wienerwald nahe Wien: Stadtbesuch ohne Wohnmobil-Stress
Wer schon einmal mit sieben Metern Fahrzeug durch den ersten Bezirk gekurvt ist, weiß: Das macht man genau einmal. Enge Gassen, Höhenbeschränkungen in Garagen, Kurzparkzonen. Der schönste Wien-Tag kippt, bevor er begonnen hat.
Deshalb funktioniert unser Wohnmobilstellplatz Wienerwald so gut als Basis. Das Wohnmobil bleibt an Strom, Wasser und Kanal stehen. Du fährst mit dem Bus.
Die Buslinie 169 des VOR bringt dich direkt zum Matzleinsdorfer Platz in Wien. Einstieg ist an den Haltestellen Kaumberg/Höfnergraben, Kaumberg/Marktplatz oder Kaumberg/Renzenhof. Fahrzeit rund 55 Minuten, Ticket je nach Tarif etwa 7 bis 11 Euro. Am Matzleinsdorfer Platz steigst du in U-Bahn, S-Bahn oder Straßenbahn um und bist in wenigen Minuten bei Oper, Hofburg oder Schönbrunn.
Ein ehrlicher Hinweis: Es fahren nur rund zwei bis drei Kurse pro Tag. Die Zeiten unterscheiden sich je nach Wochentag. Plane den Rückweg also mit, bevor du losfährst. Aktuelle Fahrpläne findest du auf vor.at, postbus.at oder in ÖBB Scotty.
Wir nennen bewusst keine Abfahrtszeiten, die morgen schon anders sein können. Und für die Anreise zum Wohnmobilstellplatz Wienerwald, ganz ohne Rätselraten:
- Von Westen (A1): Abfahrt St. Pölten Süd, B20 bis Traisen, im Kreisverkehr auf die B18 Richtung Hainfeld und weiter nach Kaumberg.
- Von Wien (A21): Abfahrt Mayerling, über B11 Richtung Hafnerberg auf die B18 nach Altenmarkt, durch den Ort, 1 km nach Thenneberg links abbiegen, dann noch 400 Meter.
- Von Süden (A2): Abfahrt Leobersdorf, über Berndorf auf die B18, 1 km nach Thenneberg links.
Alles gut ausgebaute Straßen, keine Serpentinen-Überraschungen. Wer mit dem Navi kommt: Höfnergraben 2, 2572 Kaumberg.
Zwischenstopp Richtung Ungarn: warum die Route über Kaumberg kürzer ist
Wer aus Deutschland oder den Niederlanden Richtung Balaton oder Budapest fährt, kennt das Ritual. Südlich von Wien wird es dunkel, die Augen werden schwer. Am Ende steht das Wohnmobil zwischen LKWs auf einem Rasthof: Motorengeräusch die halbe Nacht, Kaltwasserhahn am Morgen, kein Abwasseranschluss. Das muss nicht sein.
Der Wohnmobilstellplatz Wienerwald in Kaumberg liegt direkt am kürzesten Weg für Ungarn-Reisende. Gegenüber der Standardroute sparst du rund 30 Kilometer. Die Strecke ist unkompliziert:
- Vom Platz auf die B18 Richtung Günselsdorf
- Von Günselsdorf weiter Richtung Eisenstadt
- Von dort geradewegs nach Ungarn
Statt einer Notübernachtung machst du also einen richtigen Zwischenstopp. Was dabei erledigt ist, bevor du weiterfährst:
- Abwasser entsorgen über das campingeigene Kanalsystem, direkt an der Parzelle
- Frischwasser tanken, Trinkwasseranschluss ist an jedem Stellplatz
- Heiß duschen im Sanitärgebäude, vom ADAC mit 5 Sternen bewertet
- Strom nach Zählerstand, Batterien voll für die Weiterfahrt
- Ruhig schlafen in einem Seitental, ohne Autobahnrauschen
Ein Rat aus Erfahrung: Plane eine Nacht mehr ein. Wer nur zum Schlafen kommt und um acht Uhr wieder rollt, hat die Technik erledigt, aber vom Wienerwald nichts mitbekommen. Dann fühlt sich der Abstecher wie Durchfahren an. Das ist schade.
Zwei Nächte sind ein anderes Reisen. Du hast einen ganzen Tag, an dem du nichts musst. Geh zur Araburg hinauf, der höchstgelegenen Burgruine Niederösterreichs. Oder iss im Gasthaus am Platz Hausmannskost und schau den Schafen auf der Nachbarwiese zu.
Auf dem Rückweg funktioniert das genauso. Viele Gäste, die einmal hier Halt gemacht haben, planen den Stopp beim nächsten Mal in beide Richtungen ein.
Wandern, Radfahren, Via Sacra: was du vom Platz aus zu Fuß und per Rad erreichst
Du musst nicht erst ins Auto steigen, um loszukommen. Kaumberg hat 52 km markierte Wanderwege. Die beginnen vom Wohnmobilstellplatz Wienerwald aus praktisch vor der Haustür. Mal eine Stunde durch den Mischwald, mal ein halber Tag über Wiesen und Höhen. Welche Routen direkt am Platz starten, steht im Beitrag zum Campingplatz mit Wanderwegen im Wienerwald.
Das bekannteste Ziel ist die Burgruine Araburg auf 800 m Seehöhe, die höchstgelegene Burgruine Niederösterreichs. Ab der Ortsmitte Kaumberg folgst du der grünen Markierung. Rund 1,5 Stunden Gehzeit über Wiesen und durch den Wald. Oben lohnt sich das Stehenbleiben. Wer eine zweite Tour will: der Peilstein ist das andere Ziel, das hier alle kennen.
Mit dem Rad wird es großzügiger. Der Triestingtal-Gölsental-Radweg zieht sich über 62 km von Hirtenberg beziehungsweise Leobersdorf bis St. Pölten, entlang der Flussufer, durch kleine Orte, vorbei an Gasthöfen. Er verbindet den Thermen-Radweg mit dem Traisental-Radweg, und weiter hast du Anschluss an den Donau-Radweg. Für ein paar Radtage mit fixem Standplatz ist das eine gute Ausgangslage: tagsüber unterwegs, abends zurück auf die eigene Parzelle.
Dann liegt da noch die Via Sacra, Österreichs ältester Pilgerweg nach Mariazell, direkt am Platz. Für Pilger heißt das konkret:
- Duschen im Sanitärgebäude, Handy laden, Gratis-WLAN nutzen
- Auto nach Absprache bis zur Rückreise am Platz stehen lassen
- Anreise mit dem Mariazellerbus VOR 552 ab Wien Mitte direkt nach Kaumberg
- Rückreise ab Mariazell per Bus oder mit der Mariazellerbahn über St. Pölten
Fahrpläne ändern sich. Schau die aktuellen Zeiten bitte auf vor.at oder in ÖBB Scotty nach. Wenn du eine Teiletappe planst und beim Timing unsicher bist: kurz anrufen. Leopold Grandl kennt die Wege hier.
Ausflüge für Regentage und Kulturhungrige
Es regnet drei Tage am Stück. Das kommt im Wienerwald vor. Dann bleibt das Wohnmobil stehen und du fährst mit dem Auto los. Die Region liefert genug für mehrere graue Tage.
- Stift Melk: barocke Wucht über der Donau, gut eine Stunde Fahrt.
- Wallfahrtskirche Klein-Mariazell: gleich ums Eck, ruhig, ohne Busgruppen.
- Stift Heiligenkreuz und Mayerling: Zisterzienserkloster und der Ort, an dem die Habsburgergeschichte eine ihrer dunkelsten Wendungen nahm.
- Schloss Laxenburg: Park und Franzensburg, auch bei Nieselregen ein langer Spaziergang wert.
Östlich beginnt die Thermenregion. Historische Thermalbäder, dazwischen Weinorte, die seit Generationen vom Hang leben. Ein Heuriger in Gumpoldskirchen ist die unkomplizierte Variante: Gemischter Satz, Brettljause, und der Nachmittag ist weg. In der Kurstadt Baden gibt es im Sommer Operetten im Theater und das Casino.
Wenn die Wolken wieder aufreißen, lohnen die Berge im Süden. Der Schneeberg (2076 m) mit der historischen Zahnradbahn, die Rax (2007 m) mit der Seilbahn. Von oben reicht der Blick bei klarer Luft bis in die ungarische Puszta im Osten und zum Alpenhauptkamm im Westen. Zwei Stunden hinauf, ein Gipfelhaus, fertig.
Habt ihr die Enkelkinder dabei, ist der Weiße Zoo mit Kameltheater in Kernhof die sichere Bank. Dort leben die einzigen weißen Tiger Österreichs, dazu Schneeleoparden, Albino-Kängurus und Kamele. Auch die Himalaya-Show und die Sepp-Forcher-Aussichtswarte gehören dazu.
Ein Hinweis, der euch Ärger erspart: Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Showtermine bitte vorab auf den offiziellen Websites prüfen. Gerade in der Nebensaison ändert sich der Betrieb kurzfristig, besonders bei Bahnen und Seilbahnen. Leopold kennt die Region und sagt euch gern, was sich an eurem Tag auszahlt.
Schafbauernhof, 120 alte Obstsorten und Natura 2000: der Platz hat eine Geschichte
Viele Stellplätze sind irgendwann auf einer freien Fläche entstanden, weil sich damit Geld verdienen lässt. Hier war es umgekehrt. Zuerst war der Hof, dann kam der Campingplatz.
Die Hofstätte ist in der Hauschronik erstmals 1380 erwähnt und seit rund 200 Jahren in Familienbesitz. 1980 wurde ein kleiner Campingplatz dazugebaut. Im Juni 2006 war das heutige Angebot mit rund 50 Stellplätzen fertig. Das ist kein Marketing-Detail. Es erklärt, warum die Parzellen groß sind und die Wiesen Wiesen geblieben sind.
Der Hof ist noch in Betrieb. Die Schafe weiden unweit der Stellplätze, du hörst sie eher, als du sie suchen musst. Betreiber Leopold Grandl ist außerdem passionierter Obstbauer und pflegt rund 120 alte Obstsorten auf dem Areal. Etwa 70 davon hat er selbst veredelt und gepflanzt. Frag ihn danach, wenn du ihn triffst.
Auch das Umfeld ist kein Zufall. Rundherum liegen Natura-2000-Schutzgebiete mit Kalktrockenrasen und Buchenwäldern. Geschützt sind unter anderem der Goldene Scheckenfalter und die Kleine Mausohr-Fledermaus. Der Wienerwald nördlich vom Platz ist Biosphärenpark und Natura-2000-Gebiet.
Der Leitsatz am Platz lautet „In der Natur mit der Natur leben“. An der Flächenaufteilung merkt man, dass das keine Floskel ist. Wie sich dieser Kontrast zur Stadt anfühlt, beschreibt der Beitrag 30 km von Wien, andere Welt.
Praktisch heißt das für dich:
- Gasthaus am Platz mit Getränken und Hausmannskost aus eigener Küche. Wenn du fest damit rechnest, frag die Verfügbarkeit vorab kurz beim Betreiber ab.
- Hunde sind willkommen. Wiese, Wald und Feldwege direkt vor der Tür statt Asphaltrunde.
- Ein Gelände, das sich über Jahrzehnte entwickelt hat, mit alten Bäumen und Hecken zwischen den Stellplätzen.
Preise, Saison und Reservierung: was du vor der Anfrage wissen solltest
Reden wir über Zahlen, bevor du den Motor startest. Die Saison 2026 läuft vom 30. März bis 30. September 2026. Anfragen kannst du das ganze Jahr über schicken, am besten per E-Mail an reservierung@camping-noe.at. Ein Tipp aus der Praxis: Wenn nach ein paar Tagen keine Bestätigung da ist, wirf einen Blick in den Spam-Ordner.
Wer lieber redet als tippt, erreicht Leopold Grandl unter +43 676 4741966. Genau das ist der Unterschied zu vielen Plätzen, an denen niemand ans Telefon geht. Hier hebt der Betreiber selbst ab.
Die Preise pro Nacht, damit du rechnen kannst:
- Wohnwagen oder Reisemobil mit 2 Personen: EUR 33,00
- Wohnwagen oder Reisemobil mit 1 Person: EUR 19,00
- Zelt mit 2 Personen: EUR 28,00
- Jede weitere Person: EUR 14,00
- Kinder von 5 bis 13 Jahren: EUR 6,00 pro Tag
Kurtaxe (EUR 2,50), Müllgebühr (EUR 1,50), Wasser, Kanalbenützung und Mehrwertsteuer sind bereits drin. Extra verrechnet wird nur der Strom nach Zählerstand, EUR 0,50 pro kW. Also keine Überraschung beim Abreisen, sondern eine Rechnung, die du selbst nachrechnen kannst.
Ein Punkt, den du vorher wissen musst: Bezahlt wird ausschließlich bar, Karte funktioniert nicht. Die vollständige und aktuelle Liste steht auf camping-noe.at/preise/.
Du überlegst, länger zu bleiben? Dauercamping ist möglich, Konditionen gibt es direkt beim Betreiber. Wer sich für ein Mobilheim interessiert, findet Infos unter mobilheim.me.
Meine Meinung nach vielen Kilometern und vielen Plätzen: Wer enge Parzellen, defekte Duschtüren und anonyme Schrankenautomaten satt hat, sollte einmal 400 Meter abseits der B18 abbiegen. GPS 48.01972, 15.9425. Mehr braucht dein Navi nicht.
Häufig gestellte Fragen
Wie groß sind die Stellplätze am Wohnmobilstellplatz Wienerwald wirklich?
Die Parzellen am Camping Paradise Garden in Kaumberg messen rund 90 bis über 100 m². Das heißt: Markise raus, Tisch und Stühle davor, Rad daneben. Und das, ohne dass du deinem Nachbarn ins Frühstück schaust. Rund 50 Gästestellplätze verteilen sich auf ein lang gestrecktes, überwiegend ebenes Gelände mit einzelnen Bäumen und Hecken.
Welche Ver- und Entsorgung gibt es am Platz?
Jeder Stellplatz hat einen eigenen Stromanschluss, einen Trinkwasseranschluss und Abwasserentsorgung über das campingeigene Kanalsystem. Wasser und Kanalbenützung sind im Preis inkludiert. Strom wird nach Zählerstand mit 0,50 Euro pro kW verrechnet. Du musst also nicht mit dem Mobil zur Sammelstation rangieren.
Wie komme ich vom Stellplatz nach Wien, ohne das Wohnmobil zu bewegen?
Wien liegt etwa 30 bis 35 km entfernt. Die Buslinie 169 fährt von den Haltestellen bei Kaumberg direkt zum Matzleinsdorfer Platz, Fahrzeit rund 55 Minuten. Dort gibt es Anschluss an U-Bahn, S-Bahn und Straßenbahn. Es fahren nur etwa zwei bis drei Kurse täglich, die aktuellen Zeiten findest du auf vor.at oder in ÖBB Scotty.
Taugt der Wohnmobilstellplatz Wienerwald als Zwischenstopp auf dem Weg nach Ungarn?
Ja. Der Platz liegt direkt am kürzesten Weg Richtung Ungarn: über die B18 nach Günselsdorf, dann Richtung Eisenstadt und weiter über die Grenze. Gegenüber der Standardroute sparst du rund 30 km. Und du übernachtest in einem ruhigen Seitental statt an einer Autobahnraststätte.
Wie steht es um die Sanitäranlagen?
Das Sanitärgebäude wurde 2005 neu errichtet. Es hat moderne Duschen und WC-Räume und ist behindertengerecht ausgestattet. Der ADAC hat es mit 5 Sternen bewertet, der niederländische ANWB gibt dem Platz 8,3. Dazu kommt das EU-ECO-LABEL, die höchste Umweltauszeichnung der EU, die der Platz erstmals 2007 erhalten hat.
Wie reserviere ich, und wann hat der Platz offen?
Die Saison 2026 läuft vom 30. März bis 30. September. Reservierungen nimmt der Wohnmobilstellplatz Wienerwald ganzjährig per E-Mail an reservierung@camping-noe.at entgegen. Falls keine zeitnahe Bestätigung kommt, lohnt ein Blick in den Spam-Ordner. Betreiber Leopold Grandl ist für persönliche und technische Fragen unter +43 676 4741966 erreichbar. Bezahlt wird ausschließlich bar, Karte geht nicht.
